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Guten Tag, heute ist der 07.02.2012 - 18:30
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Bundesverband der Frauen Union

Die Frauen Union ist die Lobby für die Anliegen von Frauen in der CDU und in der Politik.

Eine starke und moderne politische Kraft, die Einfluss nimmt, Entscheidungen trifft und Veränderungen bewirkt. Für ein faires Miteinander. Für eine partnerschaftliche Gesellschaft.

Die Homepage des Bundesverbandes der Frauen-Union finden sie hier. 

 

100 Jahre Frauentag: Mut zur Macht in Frauenhand

„Mut zur Macht in Frauenhand ist heute längst keine Frage mehr, sondern Realität. Unionsfrauen – an der Spitze Bundeskanzlerin Angela Merkel – nehmen selbstverständlich höchste Staatsämter und Spitzenpositionen in der Partei ein. Darum haben die Frauen in der Union hart gerungen. Freiwillige Selbstverpflichtungen der Partei haben wenig Wirkung gezeigt. Erst das Frauenquorum hatte einen deutlichen und nachhaltigen Anstieg des Anteils von Frauen zur Folge“, stellt Maria Böhmer, Vorsitzende der Frauen Union der CDU, fest.

„Auch am 100. Jahrestag des Internationalen Frauentages ist der Frauenanteil in den Führungsetagen der Wirtschaft noch viel zu niedrig. Frauen wollen sich nicht länger von der Wirtschaft vertrösten lassen und erwarten endlich Fortschritte bei der Besetzung von Aufsichtsräten und Vorständen mit Frauen. Die freiwillige Vereinbarung mit den Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft zur Förderung der Chancengleichheit von Frauen und Männern aus dem Jahr 2001 hat nicht gefruchtet“, betont Maria Böhmer.

Böhmer: „Wir fordern jetzt konkrete Schritte, um zu mehr Gleichberechtigung auch in der Wirtschaft zu kommen. Darauf wollen wir nicht noch weitere 100 Jahre warten!“

Konkret fordert die Frauen Union der CDU: 

  • Im Jahr 2013 werden zahlreiche Aufsichtsratsmandate neu besetzt. Unternehmen müssen die Zeit bis dahin gezielt nutzen, den Frauenanteil in ihren Führungsgremien deutlich zu erhöhen. Ziel ist ein 30 Prozent-Anteil, zumindest aber eine Verdreifachung des jeweiligen Ist-Standes.

  • Sollte dieses Ziel nicht erreicht werden, soll automatisch eine gesetzliche Regelung greifen, die Unternehmen verpflichtet, den Frauenanteil zu erhöhen. Die Einhaltung muss überprüft und die Nichteinhaltung sanktioniert werden.

  • Unser Ziel sind 30 Prozent Frauen in Aufsichtsräten und Vorständen. In einer nächsten Stufe streben wir an, dass beide Geschlechter zu mindestens je 40 Prozent in Aufsichtsräten vertreten sind.

Die Frauen Union der CDU Deutschlands begrüßt die Ankündigung von Bundesfrauenministerin Kristina Schröder für einen Stufenplan für eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen.

 

 

Böhmer: Kinderlärm ist Musik

„Deutschland ist eine kinderfreundliche Gesellschaft! Dieses deutliche Signal geht von der Entscheidung des Bundeskabinetts aus, Kinderlärm von Spielplätzen oder Kindertagesstätten nicht wie andere Lärmquellen im Sinne des Lärmschutzrechts zu beurteilen“, begrüßt Maria Böhmer die Novelle des Bundes-Immissionsschutzgesetzes.

Es bestand gesetzlicher Handlungsbedarf, da in jüngster Zeit Klagen gegen Kinderspielplatze und Kindertagesstätten zugenommen haben. Auch neu errichtete Kindertagesstätten sollen künftig in reinen Wohngebieten möglich sein.

„Kinder gehören mitten ins Leben. Sie sind die Zukunft unserer Gesellschaft. Die Klagen gegen Kinderlärm weisen ein mangelndes Verständnis für die nachwachsende Generation auf. Kinder toben und spielen. Lassen wir ihnen diesen Freiraum und stehen nicht mit Schallpegelmesser am Gartenzaun“, fordert Maria Böhmer.

 

 

Gemeinsames Positionspapier der Frauen-Unionen von CDU und CSU gegen Killerspiele

Unsere Gesellschaft hat sich in den letzten Jahrzehnten zur Informations- und Multimedial-Gesellschaft entwickelt.Moderne Medien sind aus Gesellschaft und Wirtschaft nicht mehr wegzudenken. Neben all den positiven Aspekten werden die Medien leider immer stärker kommerziell genutzt, vor allem auch für Gewaltdarstellungen. Gewaltszenen im Fernsehen, auf Videokassetten und DVDs, im Internet und in Computerspielen gehören zum Alltag.

Das Thema Gewalt in den Medien ist inzwischen immer mehr in die öffentliche Diskussion gekommen. Der unreflektierte Gewaltkonsum, beispielsweise von Killerspielen, kann bei Kindern und Jugendlichen sehr leicht zur erhöhten Gewaltbereitschaft und zur Abstumpfung gegenüber Gewalttaten führen. Für viele Kinder und Jugendliche kann durch das Vorbild des Medienhelden im Killerspiel Gewalt zu einem legitimenMittel der Konfliktlösung werden. Es tritt ein Stimulations- und Gewöhnungseffekt ein. Presseveröffentlichungen über Amokläufer und zunehmende Jugendkriminalität sind keine Seltenheit.

Gewalt tritt jedoch nicht nur in Extremen auf. Es geht nicht immer nur um Schlagzeilen über Amokläufer und Jugendkriminalität. Gewalt hat viele Erscheinungsformen und begegnet Heranwachsenden täglich schon in Kleinigkeiten: Als kleine körperliche Attacke, als Ausgrenzung aus einer Gemeinschaft, als Diskriminierung einer Meinung oder Einstellung, als Beschimpfung und Bedrohung, z.B. auf dem Schulhof usw. Mit zunehmender Gewalt und steigender Verrohung in unserer Gesellschaft gehen langsam, aber kontinuierlich ethische Werte und Moralvorstellungen verloren –Werte, die sich über Jahrhunderte in der menschlichen Kultur entwickelt haben und ohne die ein gesichertes soziales Zusammenleben nicht möglich ist.

Gerade deshalb sind alle gesellschaftlichen Kräfte, vor allem Eltern, Erzieher, Lehrer, die Jugendarbeit, die Erwachsenenbildung, die Medienwirtschaft und  die Politik aufgerufen, dem Verfall der Werte entgegenzutreten. Dafür gibt es zwei grundlegende Wege:

1. Ordnungsrechtlicher/gesetzlicher Jugendmedienschutz
Die CDU- und CSU-Frauen-Union fordert zur Stärkung der Erziehungsverantwortung der Eltern:

- ein Herstellungs- und Verbreitungsverbot von menschenverachtenden,  schwer jugendgefährdenden Killerspielen

- Werbeverbote sowie Abgabeverbote an Jugendliche

- Verschärfung der Anforderungen der freiwilligen Selbstkontrolle FSK und USK und Sicherstellung der altersgerechten Freigabe (z.B. Unabhängigkeit, Sachkunde und Pluralität der Prüfer; vollständige Sichtung desMediums bei erheblicher Jugendbeeinträchtigung bzw. –gefährdung; kein Einfluss der Anbieter auf die Kennzeichnung; Transparenz des Verfahrens etc.)

- Wirksamere Kontrollen durch Landesordnungsbehörden, Polizei und Staatsanwaltschaft, insbesondere durch klare Zuständigkeitsregelungen und Aufgabenverteilung, qualifiziertes Personal und Testkäufe.

2. Erzieherischer Jugendmedienschutz
Im Rahmen des erzieherischen Jugendmedienschutzes werden die CDU- und die CSU-Frauen-Union vor allem drei Bereiche unterstützen:


- Aufklären: Eltern, Erzieher, Lehrer sollen umfassend über die negativen Auswirkungen von Gewaltdarstellung in den Medien und den unreflektierten Gewaltkonsum durch die Kinder und Jugendlichen aufgeklärt werden.

- Schützen: Eltern, Erzieher und Lehrer sollen ermuntert werden sich mit dem Medienkonsum der Heranwachsenden auseinanderzusetzen und sie auf ein sinnvolle Auswahl der Medienangebote sowie auf die Folgen des  unreflektierten Konsums von Gewaltdarstellungen hinweisen.

- Werte erhalten: Unsere Normen undWerte müssen im Alltag umgesetzt und den Heranwachsenden vorgelebt werden.

Die CDU- und CSU-Frauen-Union begrüßten als klares politisches Zeichen zur Sicherung unseres Wertesystems das 5-Punkte-Programm der Innenminister Bouffier, Beckstein, Gasser und Schünemann zur Bekämpfung  jugendgefährdender Killerspiele. Damit werden weitere Marksteine zur Bekämpfung von Gewalt in den Medien gesetzt.

Auch die Frauen Unionen von CDU und CSU werden sich weiterhin im Interesse des Erhalts unseres Normen- undWertesystems intensiv für Verbesserungen im Bereich des gesetzlichen und auch des erzieherischen Jugendmedienschutzes einsetzen.

 

 


Aktuelles

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